Epson HX 20
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| CPU |
Hitachi 6301 bei 2,45 MHz |
| RAM | 8KB, aufgerüstet auf 32KB |
| Text-Display |
20 Zeichen x 4 Zeilen |
| Grafik |
120 x 32 (mono) |
| Massenspeicher |
Microcassettenlaufwerk |
| System |
Basic |
| Baujahr |
ca. 1983 |
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Der Epson HX 20 wird manchmal als erster Vorfahr des Laptops
bezeichnet. Es ist ein tragbarer Computer im DIN A4-Format und
wird über den Akku betrieben. Laut Handbuch soll er auch nur
so betrieben werden und nicht direkt über das Netzteil.
Wer den HX 20 mit dem Tandy TRS 80 Model 100
vergleicht, findet einige erstaunliche Ähnlichkeiten. Das beginnt
beim BASIC-Dialekt und endet bei der Netzteilbuchse.
Die Hardware
Die Tastenbelegung ist QUERTZ, hat deutsche Umlaute.
Eingebaut ist immer ein Drucker und ein LCD von 8 Zeilen je 20 Zeichen.
Optional war ein Microcassettenlaufwerk erhältlich.
Auch Floppies scheinen verfügbar gewesen zu sein, jedenfalls gibt
es im BASIC mehrere Floppy-Befehle.
Stromversorgung
Es gibt einen 6V-Anschluss mit dem Pluspol außen.
Das Originalnetzteil hat 600mA. Nach Empfehlung des Herstellers
soll damit 8 Stunden lang der interne Akku aufgeladen werden.
Es soll streng darauf geachtet werden, dass diese Zeit nicht
überschritten wird. Der Betrieb selbst soll ohne Netzteil
erfolgen. Diese Maßnahmen sollen den Akku schützen.
Kurz bevor der Akku leer ist, erhät man die Meldung, dass
man den Akku wieder laden soll.
Tatsächlich verblüfft ein lange gelagerter HX 20 damit,
dass er sich nach Anschluss an das Netzteil nicht sofort einschalten
lässt, sondern erst dann, wenn der Akku eine gewisse Mindestladung
hat.
Allgemeine Bedienung
Einschalt-Menü
Nach dem Einschalten erscheint ein Menü aus drei Punkten:
CTRL/§ Initialize
1 MONITOR
2 BASIC
Beim allerersten Einschalten muss der Rechner initialisiert werden.
Dazu wird die Tastenkombination CTRL-§ (Shift-3) gedrückt. Als
nächstes fragt der Rechner nach Datum und Uhrzeit.
Über die Taste 1 kommt man in den Monitor. So nennt man den Modus, in dem
die Speicherbereiche direkt angeschaut und verändert werden können.
Ohne nähere Kenntnis der CPU und dem inneren Aufbau des HX-20 kann man hier
wenig ausrichten.
Mit 2 erreicht man das BASIC. Hier kann man Programme eingeben.
Ein Befehl wird zur Programmzeile, indem man ihr eine Zeilennummer voranstellt.
Ansonsten wird der Befehl sofort ausgeführt. Das Programm wird durch den
Befehl RUN gestartet und läuft in der Reihenfolge der Zeilennummern ab.
Mit dem Befehl LIST kann man das Programm anschauen.
BASIC
Spezielle Befehle des EPSON:
- CLS
- Display löschen
- MENU
- kehrt ins Hauptmenü zurück
- TITLE"Programmname"
- gibt dem Programm einen Namen für das Menü
Cassettenbefehle:
- SAVE "CAS0:progname" [,A] [,V]
-
Das aktuell vorliegende Programm wird unter dem Namen progname
auf die Mikrocassette geschrieben. Durch Anhängen von
,A wird das Programm in ASCII gesichert. Dies ist
Voraussetzung für einen MERGE.
Die Option ,V prüft das korrekte Schreiben.
- LOAD "CAS0:progname"
-
Das Programm mit dem Namen progname wird von der Mikrocassette
geladen.
- WIND [Bandzähler]
- Kontrolliert den Vor- oder Rücklauf der Cassette
- FILES"CAS0
- zeigt das Dateiverzeichnis des Cassettenrecorders
Druckerbefehle:
- LCOPY
- Displayausgabe auf dem Drucker
- LLIST
- Ausgabe des BASIC-Listings auf dem Drucker
Datum, Uhrzeit
Die String-Variablen DATE$, TIME$ und DAY$ enthalten Datum, Uhrzeit und Wochentag des Systems.
Sie können durch einfache Zuweisung verändert werden.
DATE$="dd/mm/yy"
TIME$="hh:mm"
DAY$="xxx"
Grafik
Beispielprogramm:
10 SCREEN 0,0
20 CLS
50 ST=3
100 GCLS
200 FOR I=0 TO 31 STEP S
300 LINE (0,I)-(119,31-I),PSET
400 NEXT
800 COPY